Die Liste Links kandidiert als Liste Nr. 9
(per Auslosung festgestellt).
Ausgerechnet der Papst!
Ein bemerkenswerter Indikator
Große Selbstdarstellung
Wir über uns
Kleine Selbstdarstellung
Große Selbstdarstellung
Machtkampf
„Donald Trump hat so viele Tabus gebrochen. Da könnte man meinen: Was ist schon die persönliche Diffamierung eines Papstes oder die eigene Darstellung als Jesus Christus, wenn NATO-Austritt, Grönlandbesetzung und Zivilisationsvernichtung zur Debatte standen? Peinlich und geschmacklos, mehr nicht. Aber das würde zu kurz greifen. Der amerikanische Präsident dokumentiert damit so deutlich wie nie zuvor, dass er selbst vor religiösen Autoritäten und Gefühlen keinen Respekt hat. Das ist nicht nur für Katholiken noch einmal eine neue Dimension.“
Thomas Jansen, „Gegen den Papst ist Trump machtlos“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“), 15.4.2026, S. 1. (Leitkommentar)
Stein des Anstoßes
„Leo XIV. hatte in seinen Predigten seit Ostern öffentlich und namentlich einer Gebetsvigil [„Nachtwache“ am Abend vor Ostern] am Samstagabend im Petersdom eindringlich ein Ende der Kriege gefordert. ›Schluss mit der Selbstvergötterung und mit der Vergötzung des Geldes! Schluss mit der Zurschaustellung von Macht! Schluss mit dem Krieg!‹ sagte der Papst auf dem Petersplatz vor 11.000 Gläubigen. Außerdem prangerte er die fortwährenden Verletzungen des Völkerrechts‹ an. Zuvor hatte der Papst, ohne den Präsidenten oder sein Heimatland die USA zu erwähnen, die Menschen aufgefordert, sie sollten sich mit ihrem Friedenswunsch an ihre ›Kongressabgeordneten‹ wenden. Die Drohung Trumps, er werde im Krieg gegen Iran ›eine ganze Zivilisation auslöschen‹, sollte Teheran nicht zu Kompromissen bereit sein, nannte der Papst ›inakzeptabel‹.“
Matthias Rüb, „Trump rechnet ab“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“), 14.4.2026, S. 5.
Hinweis
„Deren Stellung gering erscheint
Wenn man sie ansieht
Das sind
Die Mächtigen von morgen
Die deiner bedürfen, die
Sollen die Macht haben.“Bertolt Brecht, „Über die Bauart langdauernder Werke“, 1929.
Weitreichende Gültigkeit
„Wenn du die Kunst genießen willst, mußt du ein künstlerisch gebildeter Mensch sein; wenn du Einfluß auf andre Menschen ausüben willst, mußt du ein wirklich anregend und fördernd auf andre Menschen wirkender Mensch sein.“
Karl Marx, „Ökonomisch-philosophische Manuskripte“, 1844, Marx-Engels-Werke (MEW), Ergänzungsband 1, S. 567.
„Wenn der Mensch
von den Umständen
gebildet wird, so muß
man die Umstände
menschlich bilden.“
Karl Marx/Friedrich Engels,
„Die heilige Familie“
1844/45, MEW 2, S.138.
Eine weltweite Kontroverse. Für diesen erstaunlichen Vorgang lassen wir einmal beiseite: die Kreuzzüge, die Hexenverbrennung, den Ablaßhandel, die seichte Stellung zu den Nazis, die Geschäfte mit der Mafia, die Kindesmißhandlungen, die Heuchelei. Auch das ist katholisch.
Im positiven Unterschied dazu fällt deutlich ins globale Gewicht, wenn sich der Erste Vorsitzende einer internationalen Glaubensgemeinschaft von 1,4 Milliarden Menschen gegen den Krieg, für das Völkerrecht, gegen brutale Machtpolitik und riesige Geschäftemacherei ausspricht und die Menschen in den USA auffordert, den Kongressabgeordneten ihren Friedenswunsch mitzuteilen.
(By the way: Der Papst ist in sein hohes Amt gewählt worden, obwohl er in den USA beheimatet ist!)
Nun zeigt sich mehr und mehr, daß Krieg, Gewalt, Rassismus, Lügen und soziale Repression im Ganzen unpopulär sind.
Diese erfreuliche Tendenz geht ganz gewiß darauf zurück, wie sehr und mehr sich in vielen Ländern Widerstand gegen diesen Wahnsinn mit Methode entwickelt.
Der Mensch ist eben doch ein gesellschaftliches (sozial, politisch und kulturell) Wesen und mehrheitlich nicht an seiner Bedrängung, Einschränkung oder gar an seinem Untergang interessiert. Frei, gleich und solidarisch bleibt unaustilgbar in Erinnerung. Wo wären wir, wenn das nicht immer wieder von Bedeutung gewesen wäre?
Diese Bedeutung ist wieder neu zu gewinnen.
Die Wissenschaften bieten bestenfalls dafür Erinnerungen, Erkenntnisse und bewegende Anregungen.
Der Bildungsbereich (Kitas, Schulen, Weiterbildung) macht – entwicklungsfördernd – professionell freundlich darauf aufmerksam.
Die Künste zeigen ein Menschenbild, welches uns zeigt, wie sehr es ringend anders geht.
Die Museen zeigen uns unsere Geschichte, die, menschengemacht, auch Großes hervorbringt und nicht fatalistisch verlaufen muß.
Die Theater bringen eine nachdenklich machende und nachahmenswerte Lebendigkeit auf die Bühnen.
Die Medizin erkennt den gesellschaftlichen Menschen neu und verwahrt sich gegen den Kriegsdienst.
Die Verantwortlichen für Wegebau und Gebäude halten inne und denken – für längere Frist – konsequent über die wirklichen gemeinsamen Bedürfnisse nach.
Gewiß: Diese Reihung ist idealtypisch, entspricht aber den Möglichkeiten und eigentlichen Bedürfnissen der menschlichen Gemeinschaft.
Die Hochschulen können und sollten sich gesteigert diesen vernünftigen Anliegen widmen und so neuen Schwung entwickeln.
Insgesamt wird dadurch auch das katholische Oberhaupt zu erweiterter Triftigkeit herausgefordert.
Die Legionen der Rationalität mehren sich. Die Persönlichkeiten wachsen mit.
Teutonisch
„Die AfD möchte, dass die Menschen in Sachsen-Anhalt und wahrscheinlich auch bald im Rest von Deutschland ›Deutsch denken!‹. So steht es in ihrem Wahlprogramm. Während man sich leicht vorstellen kann, wie man deutsch isst, Deutsch lernt oder Deutsch liest, ist es mit dem Deutsch denken schon schwieriger, geschweige denn die Frage, wie man kontrolliert, wer Deutsch denkt. Mit Ausrufezeichen. ›Deutsch denken!‹ ist hier nicht wörtlich zu nehmen, sondern vielleicht eher als eine Kurzformel und Absichtsbekundung zu verstehen für einen allgemein zu befördernden Verblödungsprozess, angeführt von Ostdeutschen, weil, so steht es auch im Programm, ›sie reflektierter und wacher‹ sind als ihre westdeutschen Artgenossen. Für diesen Prozess hat die AfD ein unmittelbar einleuchtendes und zielführendes Programm vorgelegt. Vorausgesetzt, die Kinder besuchen noch eine sachsen-anhaltinische Schule – was sie nicht mehr tun müssen, wenn die AfD dort das Sagen hat, denn sie können auch zu Hause oder am Stammtisch in ›Deutsch denken!‹ etc. unterrichtet werden –, dann lernen sie viel über Heilpflanzenpädagogik, viel über Bismarck und eher nichts über den Holocaust (Stichwort Fliegenschiss), sie lernen Brauchtum und Tradition (dafür kriegt das Dorf, in dem sie wohnen fünf Euro pro Einwohner) und dürfen wieder nach Russland reisen, weil das ›wertvolle Kommunikationsmöglichkeiten‹ ermöglicht.
Tania Martini, „Deutsch denken?“, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ („FAS“), 31.5.2026, S. 37.
Neu zu stärken
„Politische Bildungsarbeit zielt darauf, Menschen von klein auf bis ins hohe Alter dabei zu begleiten, gesellschaftliche Machtverhältnisse kritisch zu analysieren, zu beurteilen und gegebenenfalls handelnd zu verändern – auf Grundlage menschenrechtlicher Orientierungen und demokratischer Prinzipien. Es käme in diesen Zeiten umso mehr darauf an, diese zu stärken – und zwar auf allen Ebenen.“
Tim Engartner (Prof. für Sozialwissenschaften, Schwerpunkt ökonomische Bildung, Uni Köln) und Steve Kenner (Tenure-Track-Prof. für Politikwissenschaft und ihre Didaktik, Pädagogische Hochschule Weingarten), „Politische Bildung: Parteilich für die Grundrechte“, „Blätter für deutsche und internationale Politik“, Nr. 6/2026, S. 37-40, hier S 38.
In Kürze
„Denken ist etwas, das auf Schwierigkeiten folgt und dem Handeln vorausgeht“.
Bertolt Brecht, „Me-Ti/Buch der Wendungen“, entstanden im Exil der 1930er Jahre.
Man rieche und staune - das steckt schon tief im Sumpf der Unmenschlichkeit: Alle gewonnenen Erkenntnisse, Einsichten, Aussichten und Bemühungen der Humanität seit der Antike, der Renaissance, der Aufklärung; die Befreiung von Diktatur, Massenvernichtung und Weltkrieg, somit die nachfolgenden Bemühungen um das „Nie wieder!“ und das „Wehret den Anfängen!“ fundamental negierend, soll ein Verblödungsprogramm Gültigkeit erhalten, das seinesgleichen sucht, aber schwerlich findet.
Hier ist ein aufgeklärtes Kontra dringend erforderlich! Auch was lächerlich scheint, ist ernst zu nehmen.
Diese abgrundtiefe Menschenfeindlichkeit macht ein geeintes Zusammenwirken für die menschenwürdige Einheit von Grund- und Menschenrechten notwendig und möglich. Bildung, Kultur, gesundheitliche Heilung und soziale Daseinsvorsorge; die Beseitigung von Hunger und Elend sowie des Raubbaus an der Natur; Aufklärung und Geschichtsbewußtsein sowie die bewußte Realisierung von Solidarität und Kooperation in allen gesellschaftlichen Lebenslagen und damit die Entwicklung verantwortungsvoller Persönlichkeiten bilden die allseitige Alternative zu einem derart primitiven Dressurversuch.
Die Erfahrungen die begründeten Ansprüche, bisheriges und potentielles Engagement sind dafür vorhanden. Die Bedeutung und Wirksamkeit in diesem Sinn kann und sollte wachsen. Lesen, Schreiben, Reflektieren, Handeln, Gestalten und Verändern sind wesentlich. Niemand ist davon ausgenommen.
Das Lernen ist wieder neu zu bestimmen – menschlich, grenzenlos und voller Freude! Auf die Richtung kommt es an. Sie ist maßgebend praktisch.
Erforderlicher Realismus
„Da Russland und die USA noch immer über 90 Prozent aller Nuklearwaffen dieser Erde verfügen, erscheint es mir realistischer, dass am Ende die USA doch bilaterale Verhandlungen mit Russland starten werden. Dass sie dabei höhere Obergrenzen verlangen werden, um China in Schach zu halten, könnte sich zu einem Stolperstein entwickeln. (…)
Die Nato hat also schon eine große Palette an Optionen, weit ins russische Hinterland hineinzuwirken, zumal unsere See- und Luftstreitkräfte denen Russlands klar überlegen sind. (…)
Eine ›strategische Autonomie‹ gilt ja nicht nur für Waffen, sondern auch für die Diplomatie. Daher ist es nötig, den Dialog mit Russland wieder zu eröffnen und über Rüstungskontrolle zu verhandeln.“Wolfgang Richter (Oberst a.D. der Bundeswehr, einst im Nato-Hauptquartier und als leitender Militärberater bei bundesdeutschen Vertretungen in UNO und OSZE tätig. Gegenwärtig Associate Fellow beim Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik) im Gespräch mit „der Freitag“, Nr. 21/21.5.2026, S. 5.
Mensch mag es nicht mehr sehen, hören und mißlich spüren: Olivgrün ist die Hauptfarbe der aufdringlichen Propaganda geworden. In Worten, Farben und in den hunderten Milliarden kreditfinanzierter Haushalte. Heroismus, Befehl und Gehorsam sollen in den Rang höchster Tugenden steigen. Töten und Sterben inklusive. Prost!
Dagegen sind die nüchternen Worte eines Oberst a.D. (s.o.) sehr angenehm erhellend. Zudem sind Rüstung, Mißgunst und Krieg wie weggeworfenes Geld: Es fehlt dabei an allen Ecken und Enden. Für die zivile globale und regionale Entwicklung (Gesundheit, Bildung, Soziales, Kultur, Infrastruktur), nicht zuletzt ohnehin für die Beseitigung von Hunger und Elend sowie ein rationales Verhältnis zur Natur. Allgemeinwohl statt Militarismus. Wohlfahrt statt Panzerketten.
So ist auch die Ansprache von Heinrich Mann (siehe Plakat), vier Jahre vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, im „Pariser Tageblatt“ an die Studenten zu verstehen und vernünftig zu beherzigen: Gemeinsam Denken, Erkennen, Bekennen und Handeln für Frieden und Humanität. Die einzig sinnvolle, übergreifende und legitim wirksame Lebensperspektive aufgeklärten und solidarischen Lebens.
Diese Orientierung hat universellen Charakter und kann gemeinschaftlich-persönlich realisiert werden. Dabei ist es möglich, sich auf entsprechende Erfahrungen, gegenwärtige Aktivitäten bzw. weitere Vorhaben zustimmend zu beziehen und sich der Verwirklichung der Vernunft eigenständig anzuschließen. In Vielen schlummert dieses Bedürfnis und will geweckt werden. Darüber läßt sich mitteilen. Neues kommt in Gang. Kritik und Heiterkeit schließen sich nicht aus.
„Denn wir müssen in das Nichts hinein wieder ein Ja bauen.“
Wolfgang Borchert, „Das ist unser Manifest“, 1941.
Gestern, nicht für morgen
„Generalrevision der bestehenden Bürokratie, neue 50-Cent-Regel, Einfachsteuer und Abschaffung der Erbschaftssteuer: Die FDP hat nicht nur mit Wolfgang Kubicki einen neuen Vorsitzenden, sondern auch ein Konzept für einen Neustart in Deutschland. Wohl noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik sei der Reformbedarf so offenkundig gewesen, heißt es im Leitantrag des Bundesvorstands, über den die rund 600 Delegierten am Sonntag berieten. Man wolle die wichtigste von der Politik meist vernachlässigte Kraft neu freisetzen: die Tatkraft der Menschen mit ihren Talenten, ihrer Kreativität und ihrer Leistungsbereitschaft. (…) Man wolle [so Kubicki] den Leistungsträgern nicht immer mehr wegnehmen, sondern allen die Möglichkeit eröffnen, aus ihrem Leben das Beste zu machen. ›Wir wollen also nicht Milliardäre abschaffen, sondern dafür sorgen, dass jeder Milliardär werden kann, wenn er sich anstrengt.‹“
Manfred Schäfers, „Die FDP will die Erbschaftssteuer abschaffen“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“), 1.6.2026, S. 15.
Tatsächliche Relationen
„100 Millionen US-Dollar. Ein solches enormes Finanzvermögen braucht es mindestens, um laut der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) als ›Superreicher‹ zu gelten. Ein elitärer Zirkel, dem in Deutschland eine wachsende Zahl von Menschen angehört. Rund 5000 Superreiche gab es im vergangenen Jahr in Deutschland, 1100 mehr als noch ein Jahr zuvor. So steht es im neuen ›BCG-Global Wealth Report‹. (…) Der Anteil der Superreichen am deutschen Finanzvermögen ist enorm. Er beträgt laut BCG 27,3 Prozent. Dem gegenüber stehen rund 66 Millionen Deutsche, die auf ein Finanzvermögen unter 250.000 US-Dollar kommen.“
„Die oberen Fünftausend / Reichtumsdebatte“, „Der SPIEGEL“, Nr. 23/29.5.2026, S. 75.
Das gesamte Finanzvermögen in der BRD beträgt laut BCG – sozialistischer Anwandlungen nicht verdächtig – 12,4 Billionen Dollar. Es setzt sich zusammen aus Bargeld, Kontoguthaben, Schuldverschreibungen, Aktien, Investmentfonds und Pensionen. Die Bundesrepublik liegt damit hinter den USA, China und Japan weltweit auf Platz vier.
So weit, so klar. Und nun zu Herrn Kubicki: Absurd, aber rechenbar – wie lange mag es wohl dauern, bei einer jährlichen Steigerungsrate der Superreichen von 1.100, bis die Mehrheit der Bevölkerung zu Milliardären geworden ist. Absurd, weil Reichtum und Armut eine untrennbare Einheit bilden und weil ja gerade der enorme Reichtum massenhaft vergeudete Arbeit bedeutet.
So wären allerdings, wie auch die Erfahrung zeigt, die Erhöhung der Erbschaftssteuer und des Spitzensteuersatzes sowie der konsequente Steuereinzug (hier Verluste öffentlicher Einnahmen von bis zu 200 Milliarden Euro) sowie mehrheitlich tarifliche Arbeitsverhältnisse zur mindestens der Realisierung der tatsächlichen Lebenshaltungskosten und die Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Personal- und Lohnausgleich ein sinnvolles und notwendiges Gegenkonzept zur weiteren und dreisten Kapitalbegünstigung, welche ja in die gesellschaftliche Krise geführt hat, erforderliche Investitionen hindert und nicht ganz nebenbei die braun gewordene AfD stärkt. Positiv schauen in diesem Zusammenhang John Meynard Keynes und der „New Deal“ von US-Präsident Franklin Delano Roosevelt (1933-1945) um die Ecke. Eine deutlich andere und bessere, weitgehende Bewältigung der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre und eine Alternative zum Faschismus.
Arbeit, Bildung, Soziales, Infrastruktur sowie Kunst und Kultur gewinnen dabei in Richtung Allgemeinwohl an Vorrang. Dieser Vorrang ist auch strikt im Gegensatz zur Militarisierung der Gesellschaft bzw. der internationalen Beziehungen zu setzen.
Dieser generelle Ansatz der gesellschaftlichen Entwicklung ist wieder zu verwirklichen. Der Anfang muß gemacht werden. Reformen verdienen so ihren Namen. Weiteres wird sich finden. Nicht zuletzt auch in der Arbeit der Wissenschaften.
Bemerkenswerter Boykott
„Seit Jahresanfang bekommen alle 18-Jährigen Post von der Bundeswehr: Per Fragebogen wird ermittelt, wer für die Bundeswehr geeignet ist und wer Interesse am freiwilligen Wehrdienst hat. Doch obwohl die Antwort für sie verpflichtend ist, haben sich bisher rund zehntausend junge Männer geweigert, den Fragebogen auszufüllen. Das Bundesverteidigungsministerium zieht dennoch eine positive Zwischenbilanz: Insgesamt seien mehr als 90 Prozent der kontaktierten jungen Männer ihrer Plicht zur Beantwortung des neuen Wehrdienst-Fragebogens nachgekommen, teilte das Ministerium am Freitag mit.“
Christian Kerl, „Wehrdienst: Tausende junge Männer boykottieren Fragebogen – Bundeswehr reagiert“, „Hamburger Abendblatt“, 8.5.(!)´`26.
Gutes verbinden
„In der wirklichen Gemeinschaft erlangen die Individuen in und durch ihre Assoziation zugleich ihre Freiheit.“
Karl Marx/Friedrich Engels; „Deutsche Ideologie“, 1845-1846, Marx-Engels-Werke (MEW), Band 3, S. 74.
Kriegsgegner, einig,
sind ein Friedensfaktor, der
gut Wachstum verdient.
„Make Mensa great again“
Ein RCDS-Einzelkämpfer, der Bier zu jeder Mahlzeit nimmt. Arm an Gedanken.
„Ring Christlich Demokratischer Studenten“ („RCDS“)
Immer noch keine „Campus-Card“! Teufelszeug: Kapitalismuskritik. „Gegen jeden Antisemitismus“. Wie soll das gehen? Merz zur Freude.
„Jura-Liste“
Die Juristerei als Herrschaftswissenschaft. Dafür bessere technische Studienbedingungen. Aus der RCDS-Familie. (Strenge Eltern.)
„Emanzipatorisch wählen!“
Negatives Lehrstück der Denunziation. Gegen alles Linke. Bedauernswert. Das haben die Eltern nicht gewollt.
„Wiwi-Liste“
„Schlanker und unpolitischer AStA“ (Wir haben dort noch kein Übergewicht festgestellt.)
Parties und Digitalisierung. Gewinnkonform. Ökonomische Wissenschaft geht auch notwendig anders.
„Alkohol-Ausschank-Liste“
Die Welt als Theke. Gesundheitspolitik habe „faschistisches Geschmäckle“. Auch ohne Abstinenz eine irrwitzige Verharmlosung des tatsächlichen Faschismus. Mental besoffen.
„MIN-Liste“
Studierende, parteifern, für das „Angenehme“. Nix Frieden, nix Umwelt, nix Geschichte. Im Hier & Jetzt. Und nicht weiter.
„Geisteswissenschaftliche Liste“
„Denn Geisteswissenschaften sind kein Luxus, sie sind essenziell für eine reflektierte, demokratische Gesellschaft.“ Welche Reflexion, welche Gesellschaft? Unreflektiert. Wollen mitmachen.
„Liste gegen Unikürzungen“
Jenseits von politischen Kontroversen mit allen zusammenarbeiten. Lieb-Sein allein reicht nicht. Schwächung der Kritik und der berechtigten Ansprüche. Brav.
„Vereinte Studierendenbewegung der Universität Hamburg (VSB)“
Gegen Kürzungen. Newcomer. Weder Bewegung, noch vereint. Reklame.
„UKE-Liste: Für ein faires PJ“
Das Studium soll finanziell machbar sein. Bestimmung von Gesundheit und Kriegsgegnerschaft (Medizin soll laut Regierung beim Krieg dabei sein) fehlen gänzlich. Status quo erträglich machen.
„Grüne Hochschulgruppe“
Sie „sind laut und haben ein offenes Ohr für euch!“ Das ist gleichzeitig nicht möglich. Ihre Positivpunkte (z.B. „Ausfinanzierung der Hochschulen“) sind Waschmittelwerbung. Verschwiegen: Ihre Kriegsbejahung.
„Unicorns – antifaschistische Plattform“
Seit Jahren im AStA – ihr „Freiraum“. „Für das bessere Leben“. Der Antifaschismus bleibt oberflächlich. So wird´s nichts.
„FSR United“
Sie haben „viel Erfahrungen gesammelt“, sagen aber nicht, welche. Gemeinsam unbestimmt.
„Students for Future“
„Klimagerechtigkeit“, „günstigere vegetarische/vegane Speisen“, „kritische & konstruktive Arbeit in Uni-Gremien“: Gemäßigt. Kurze Perspektive.
„Juso-Hochschulgruppe“
Sie setzen sich, nach eigener Aussage, für allerlei ein: Beispielsweise für die Ausfinanzierung, besseres BAföG, bessere Arbeitsbedingungen. Dafür darf man aber nicht anecken. Engagement nach Erlaubnis.
„Internationaler Jugendverband (IJV)“
Jung, modern und engagiert. Gegen Kürzungen, Krieg und Diskriminierungen.
„Campus Grün“
So können (und sollten) Grüne auch sein: pazifistisch, antifaschistisch und begründet sozialkritisch. Die Welt soll besser werden. Die Hände nicht in den Schoß legen.
SDS* - Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband
Freiheit, Gleichheit, Solidarität als Grundsatz und praktischer Auftrag.
Friedenswissenschaft, Antifaschismus und sozialer Fortschritt sind daraus abgeleitet.
Gemeinsam im Bündnis für Aufklärung und Emanzipation (BAE!).
Junge sozialist:innen & fachschaftsaktive
Würde ist gebildet durch Solidarität. Sehr links in der Sozialdemokratie. Wissenschaft für die zivile Wende. Braun geht gar nicht. Frieden ein Muß, in Einheit mit dem Sozialen. Geschichtsbewußtsein unerläßlich.
Gemeinsam im Bündnis für Aufklärung und Emanzipation (BAE!).
Liste LINKS – Offene AusländerInnenliste * Linke Liste * andere Aktive
Der Mensch als Kategorie
Frei von und frei für,
Gleichheit in Wert und Würde:
Solidarität.
Gemeinsam im Bündnis für Aufklärung und Emanzipation (BAE!).