Wahlen 2019/20

Im Dezember 2019 findet die Briefwahl, in der Woche vom 13. bis 17. Januar 2020 die Urnenwahl zum Studierendenparlament statt.
Bei der Wahl zum Akademischen Senat ist nur Briefwahl möglich. Die Wahlunterlagen werden Euch inklusive eines freigemachten Rückumschlags von der Universität zugeschickt. Die ausgefüllten Wahlunterlagen müssen bis spätestens 20.1.2020, 14:00 Uhr beim Wahlamt eingegangen sein. Das Wahlamt befindet sich im Mittelweg 177, Raum S 4061 / S 4058, 20148 Hamburg. Wahlplakat (PDF)

Wahlen zum Studierendenparlament

Die Liste Links kandidiert als Liste Nr. 1 (per Auslosung festgestellt).

Das sinnvolle Wagnis:
Menschenwürdige Bedingungen!
Lange Selbstdarstellung
(aus der StuPa-Wahlzeitung)
Aus der Geschichte lernen:
die Gegenwart in die Hand nehmen
Kurze Selbstdarstellung
(aus der StuPa-Wahlbroschüre)
Erläuterungen zum StuPa und zum Wahlprozedere

Wahlen zum Akademischen Senat

Für die Wahlen zum Akademischen Senat kandidieren wir im
Bündnis für Aufklärung und Emanzipation! (BAE!), Liste Nr. 1
Mit Solidarität entsteht eine bessere Welt:
Programmatisch für eine neue Kultur der Gesellschaft!
Erläuterungen zum Wahlprozedere (Seite der Uni)

Wahlen zum Studierendenparlament

Lange Selbstdarstellung (aus der StuPa-Wahlzeitung)

Das sinnvolle Wagnis:
Menschenwürdige Bedingungen!

„Nach der Adels- die Geldaristokratie?
Was wäre durch die Beseitigung der Adelsaristokratie gewonnen, falls an ihre Stelle die Geldaristokratie tritt? Sobald ein Deich bricht, folgen die Wasser des Meeres unwiderstehlich dem Gefälle und halten nicht eher in ihrem Lauf inne, bis sie überall die gleiche Höhe erreicht haben. Also jene Gleichheit der Rechte hat die Gleichheit des Besitzes zur Folge, die einzige Grundlage, auf die sich der Verstand verlassen kann.“

Jean Paul Marat (1743-1793, französischer Arzt, Journalist und Revolutionär), 1790.

 

„Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage:
Ob’s edler im Gemüt, die Pfeil’ und Schleudern
Des wütenden Geschicks erdulden, oder,
Sich waffnend gegen eine See von Plagen,
Durch Widerstand sie enden.“

William Shakespeare, „Hamlet, Prinz von Dänemark“, 1601, „Hamlet“, Dritter Aufzug/Erste Szene.

Die Lage ist gespannt und erfordert positive Entscheidungen: In Politik, Wissenschaft, Kunst, im gesellschaftlichen Leben und in der persönlichen Haltung kommt es immer wieder – und aktuell besonders – darauf an, Teil des Problems oder Element seiner Lösung zu sein.

Die Wissenschaften sind nicht unpolitisch. Ihre Subjekte – alle Mitgliedergruppen der Hochschule – können sich am Arbeitsplatz und im Alltag für die Lösung der gesellschaftlichen Probleme und für die Verbesserung und Erleichterung der menschlichen Existenz einsetzen – persönlich und gemeinsam mit anderen.

Frieden ist nicht unwesentlich, aber mehr als die Abwesenheit von Krieg und Gewalt; eine sozial abgesicherte Existenz, sinnvolle Arbeit, demokratische Teilhabe, aufgeklärte Kunst und Kultur, emanzipatorische Bildung mündiger Persönlichkeiten, kooperative Arbeits- und Lernweisen, der rationale Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen sowie aufmerksame soziale Begegnungen sind die wesentlichen Elemente einer zivilen bzw. menschenwürdigen Entwicklung.

Holzschnitt: Recht auf Arbeit ­ Recht auf Kultur

Zu diesem positiven und heilsamen Fortschritt der Zivilisation können (fast) Alle beitragen: von der überwiegenden Mehrzahl für die überwiegende Mehrzahl – auch in neuer Bedeutung für die Entfaltung verantwortlicher Persönlichkeiten. So wird der eigentliche Sinn menschlicher Existenz realisiert.

Das betrifft alle Fächer der Hochschulen bzw. alle daran Beteiligten sowie die materiellen, geistigen und strukturellen Voraussetzungen – die Geistes-, Kultur- und Naturwissenschaften, die Medizin, die Juristerei und auch die Informatik. Wird die Mühsal des menschlichen sozialen Lebens durch Wort und Tat erleichtert oder erschwert? Gilt der Mensch als natürlich konkurrenzhaft oder kultiviert kooperativ? Hat der ökonomische Gewinn Vorrang oder das soziale Allgemeinwohl? Womit wird gerechnet – mit Zerstörung oder Heilung? Ist der Mensch eine „Fallpauschale“ oder souveränes Subjekt? Geht die Freiheit über die „Konsumfreiheit“ hinaus?

Zu fragen ist ebenso, wie die Hochschulen (und andere öffentliche Einrichtungen) bedarfsgerecht finanziert werden. Gleichfalls ist die Studienreform (Bachelor/Master) energisch fortzuführen – die Restriktionen und der Stress müssen bedeutsam minimiert werden, der Master sollte Regelabschluß sein, interdisziplinäre Elemente des Studiums seien selbstverständlich und ohne Zwang verbindlich.

Gleichfalls ist erforderlich, daß das BaFöG elternunabhängig, darlehensfrei und bedarfsgerecht angehoben wird.

Diese Aufgaben stellen sich insgesamt nicht zuletzt der Verfaßten Studierendenschaft (AStA, Studierendenparlament und Fachschaftsräte) und der Akademischen Selbstverwaltung (Akademischer Senat, Fakultätsräte, Fachbereichsräte) bzw. den Menschen, die dort aktiv sind oder es werden wollen.

Wir beginnen eine neue Etappe. Wagen wir die nächsten Schritte. Optimismus ist keine Spinnerei. Wir haben die Wahl!

„Versuch es

 

Stell dich mitten in den Regen,
glaub an seinen Tropfensegen
spinn dich in das Rauschen ein
und versuche gut zu sein!

 

Stell dich mitten in den Wind,
glaub an ihn und sei ein Kind –
lass den Sturm in dich hinein
und versuche gut zu sein.

 

Stell dich mitten in das Feuer,
liebe dieses Ungeheuer
in des Herzens rotem Wein –
und versuche gut zu sein!“

Wolfgang Borchert (1921-1947), nachgelassene Gedichte, in: Das Gesamtwerk (2007), S. 434.

Liste Nr. 1 – www.ListeLinks.de

Wahlen zum Studierendenparlament:

Das Studierendenparlament ist das höchste Organ der studentischen Interessenvertretung. Hier werden wesentliche hochschul- und wissenschaftspolitische Fragen diskutiert, grundsätzliche Beschlüsse zu Orientierung und Aktivitäten der Verfaßten Studierendenschaft gefaßt, sowie der Allgemeine StudierendenAusschuß (AStA) gewählt. Die 47 Parlamentarier werden per Listenwahl gewählt.

Die Stimmen können in der Woche vom 13.-17. Januar 2020 bei den dann aufgestellten Urnen abgegeben werden. Diese befinden sich in den Fachbereichen und im StuPa-Präsidium (im AStA-Trakt). Auskunft zur Urne in einem bestimmten Fachbereich kann der dortige Fachschaftsrat geben. An den Urnen sind auch die Wahlzeitungen mit den Selbstdarstellungen der verschiedenen kandidierenden Listen zu erhalten.

Im Dezember 2019 besteht außerdem die Möglichkeit, eine Briefwahlstimme abzugeben, für die an alle Studierenden entsprechende Unterlagen verschickt werden. Diese Unterlagen sind für die Urnenwahl nicht nötig, sondern nur der Studierendenausweis. Um sicherzustellen, daß sein/ihr Brief tatsächlich als gültige Stimmabgabe registriert wurde, sollte, wer schon per Brief gewählt hat, dies an einer Urne oder im StuPa-Präsidium überprüfen lassen.

Jakobinersperling